Sportdate vom 12.10.2020

12.10.2020

Daniel Koch trifft Marlen Reusser

Daniel Koch - Mr. Corona

Daniel Koch wuchs im Wallis als Sohn eines Arztes und einer Krankenschwester auf. Im Alter von sieben Jahren starben beide Elternteile an einer Krankheit. Zuerst kam er in eine Pflegefamilie, mit 17 Jahren ging er zur Grossmutter nach Biel. In seiner Jugend kehrte er aber nach Biel zurück, wo er am Deutschen Gymnasium Biel die Matur erlangte. Koch studierte an der Universität Bern Medizin, dann arbeitete er einige Jahre lang als Assistenzarzt. Von 1988 bis 2002 war er für das Internationale Komitee des Roten Kreuzes tätig, zuerst als medizinischer Koordinator in Krisengebieten, unter anderem während des Bürgerkriegs in Sierra Leone, in Uganda, Südafrika und Peru.

Ab 1997 arbeitete er als medizinischer Mitarbeiter am Hauptsitz des IKRK in Genf, wo er für die medizinischen Programme in Afrika zuständig war. 1996/97 ergänzte Koch seine Ausbildung mit einem Nachdiplomstudium an der Johns Hopkins Universität in Baltimore USA, das er mit einem Master in Öffentlicher Gesundheit (MPH) abschloss.

Seit 2002 ist er für das BAG in unterschiedlichen Ressorts tätig. Er war Mitglied der Taskforce gegen die SARS-Pandemie 2002/2003 und die Vogelgrippe H5N1. Bis 2006 leitete er die Sektion «Impfungen». Von 2006 bis 2008 leitete er die Sektion «Pandemievorbereitung».

Schweizweite Bekanntheit erlangte Daniel Koch im Frühjahr 2020 während der weltweiten COVID-19-Pandemie durch seine mediale Präsenz in den Schweizer Medien als Leiter der Abteilung «Übertragbare Krankheiten» beim BAG.

Am 1. April 2020 übernahm Stefan Kuster seine Stellung in der Behörde. Koch arbeitete bis zur Bewältigung der Pandemie mit dem Titel «Delegierter des BAG für COVID-19» und vertrat das BAG weiterhin in der Öffentlichkeit. Er nahm unter anderem an allen Pressekonferenzen des Bundesrats teil. Als der Bundesrat am 27. Mai das bevorstehende Ende der ausserordentlichen Lage ankündigte, trat Koch in den Ruhestand. Er setzt sich jetzt als selbstständiger Berater weiterhin für die Eindämmung des Virus ein. Er ist geschieden und hat zwei erwachsene Töchter. Neben seinem Engagement im Gesundheitssektor setzt er sich bei Certodog (Stiftung für das Wohl des Hundes) für den Tierschutz ein. Er selbst hält zwei Boxer und einen Schlittenhund. In seiner Freizeit betreibt er Canicross-Sport und läuft gerne Halbmarathon und Marathon.

 

Marlen Reusser - Radsportlerin

Marlen Reusser begann ihre sportliche Laufbahn während der Schulzeit als Läuferin; nach mehreren Operationen an den Sprunggelenken musste sie diesen Sport jedoch aufgeben und wechselte zum Schwimmen und zum Radsport. Ab Ende der 2000er Jahre bestritt sie unter anderem Brevets und Triathlons. 2014 nahm sie im Alter von 22 Jahren als jüngste Fahrerin am Alpenbrevet teil2017 wurde Marlen Reusser Schweizer Meisterin im Einzelzeitfahren und Vize-Meisterin im Strassenrennen. Daraufhin wurde sie zunächst für das Zeitfahren der EM in Kopenhagen nominiert, wo sie Rang 28 belegte, ebenso belegte sie an den Weltmeisterschaften im norwergischen Bergen den 28. Rang. 2018 stürzte sie am Strassenrennen Kiesen schwer und zog sich eine instabile Beckenringfraktur zu. Später im Jahr wurde sie für die Teilnahme bei den Strassen-Weltmeisterschaften im österreichischen Innsbruck nominiert, wo sie im Einzelzeitfahren Platz 17 belegte. 2019 gewann sie das Einzelzeitfahren bei den Europaspielen in Minsk und wurde zweifache Schweizermeisterin. Bei den UCI-Straßen-Weltmeisterschaften 2019 belegte sie den sechsten Rang im Einzelzeitfahren, im Strassenrennen kam sie als 34. ins Ziel. 

Marlen Reusser ist in einer Bauernfamilie aufgewachsen. Bis sie 16 Jahre alt war, spielte sie Geige und studierte im Rahmen eines Förderprogrammes an der Hochschule der Künste Bern. Nach der Matura studierte sie Medizin und arbeitete als Assistenzärztin für Chirurgie. Noch während der Vorbereitung auf die Strassen-Weltmeisterschaft in Innsbruck arbeitete sie Teilzeit als Ärztin im Spital Langnau.

Gäste der Sendung

Wirtschaft
Daniel Koch
Sport
Marlen Reusser
Achtung, fertig, Kamera!
Radballclub Winterthur
Gastverein
RSC Regensdorf

Anmeldung

Verfolgen Sie die Sendung live im Studio. Einfach kostenlos anmelden!

Anmelden

Achtung, fertig, Kamera! Radballclub Winterthur

Gastverein RSC Regensdorf

Für das Vereinsportrait besuchen wir den Radsportclub Regensorf bei einer gemeinsamen Trainingsrunde. Dabei wollen wir wissen, wie eigentlich ein Radprofi trainiert. Fährt er immer alleine - oder fährt er auch in Teams? Wie sieht es bezüglich Nachwuchs aus und was ist die Faszination am Radsport? Den Filmbeitrag zeigen wir in der Sendung vom 12. Oktober.