Sportdate vom 13.05.2019

13.05.2019

Giorgio Behr trifft Beat Hefti

Giorgio Behr wurde 1948 in Schaffhausen geboren, ist verheiratet und Vater von vier Söhnen.

Behr ist Gründer und Verwaltungsratspräsident der Behr Bircher Cellpack BBC sowie Präsident des Schweizer Handballklubs Kadetten Schaffhausen. Bis Ende 2015 war er für über 12 Jahre auch CEO der Behr Bircher Cellpack BBC. Zwischen 1990 und 2005 war er zudem Professor für Betriebswirtschaftslehre an der Universität St. Gallen. Seit seinem Rücktritt 2005 ist er dort Honorarprofessor und Präsident des Instituts für Rechnungslegung, Controlling und Wirtschaftsprüfung (ACA). Darüber hinaus amtierte er als Präsident des Verwaltungsrats der Saurer AG. Von 2008 bis 2017 war er Vorsitzender des Aufsichtsrats der ZF Friedrichshafen, einem der grössten Automobilzulieferer weltweit.

Behr studierte Rechtswissenschaft an der Universität Zürich, wo er 1971 das Studium abschloss und 1974 promovierte. Danach folgten 1976 das Rechtsanwaltspatent, 1979 der Abschluss zum diplomierten Wirtschaftsprüfer sowie ein Forschungsaufenthalt an der University of Washington in Seattle.

Seine berufliche Laufbahn begann er 1971 als Handelsschullehrer in Zürich und Schaffhausen, ab 1972 beim Wirtschaftsprüfungsunternehmen Fides für das er im In- und Ausland bis 1982 tätig war und sich auf Sanierungen und Restrukturierungen von Unternehmen spezialisierte.

1991 nahm seine berufliche Laufbahn eine Wende vom Sanierer hin zum eigentlichen Unternehmer. Behr wurde damals beauftragt, den in Beringen ansässigen Apparatebauer Bircher zu sanieren. Als sich für Bircher kein Käufer finden liess, übernahm Behr zusammen mit Anton Bucher-Bechtler und dem Management das vom Konkurs bedrohte Unternehmen. 1993 gehörte Giorgio Behr zum Gründungsteam der Bank am Bellevue.

Als Mitgründer und Hauptgeldgeber für die gemeinnützige Stiftung Nationales Handball Trainings- & Leistungs-Zentrum NHTLZ Schweizersbild engagiert sich Behr ebenso in der Hallensport Förderung in der Grossregion Schaffhausen. Am 9. September 2011 wurde mit der BBC-Arena in Schaffhausen das grösste Handball-Trainingszentrum der Schweiz eröffnet.

 

 

Beat Hefti

Der Schweizer Bobfahrer Beat Hefti darf sich Zweierbob-Olympiasieger nennen. Das Internationale Olympische Komitee spricht dem Appenzeller und dem Anschieber Alex Baumann die Goldmedaille von den Spielen 2014 in Sotschi zu. Hefti beendete das olympische Zweierbobrennen 2014 im russischen Sotschi auf dem zweiten Platz hinter den Russen Subkow/Wojewoda. Nachträglich stellte sich heraus, dass der russische Gewinner Alexander Subkow gedopt war. Der internationale Sportgerichtshof CAS in Lausanne entschied deshalb, dass die mittlerweile vom Spitzensport zurückgetretenen Hefti und Baumann die Olympiasieger sind. Doch der wegen Dopings disqualifizierte Russe Alexander Subkow will die Goldmedaille nicht herausrücken.
 

Zu Olympiasiegern gehören Goldmedaillen. Hefti erkundigte sich bei Swiss Olympic, nachdem er die Bestätigung für den Olympiasieg erhalten hatte, was nun gehe. Er sei auf Mitte nächstes Jahr vertröstet worden. «Alles ist politisch», sagt der 40-jährige Hefti. Schlaflose Nächte hat er nicht wegen der fehlenden Goldmedaille. Aber es ärgert ihn, dass der saubere Sportler nicht besser geschützt wird von den mächtigen Verbänden. Es geht ihm nicht um sich. Er sagt: «So geht der olympische Sport doch kaputt. Dieses Theater kann niemand mehr ernst nehmen. 

Hefti wurde in seiner Karriere fünf bis sechs Mal pro Jahr auf Doping kontrolliert. Er musste immer angeben, wann er sich wo aufhielt. In Schwellbrunn waren die Kontrolleure von Antidoping Schweiz schon oft. In Russland, so vermutet nicht nur Hefti, bietet das «Antidopingsystem» grössere Schlupflöcher. Fast alle russischen Olympiasieger von 2014 stehen unter Dopingverdacht. Deshalb wurde Russland von den Olympischen Spielen 2016 und 2018 ausgeschlossen.

Für den 44-jährigen Subkow, mittlerweile Präsident des russischen Bobverbandes, geht es um viel. Denn jeder russische Olympiasieger von 2014 erhält lebenslang eine Rente. Er wandte sich deshalb an ein Moskauer Gericht. Und dieses entschied, dass Subkow seine Goldmedaillen behalten dürfe. Der Doppel-Olympiasieger sei in Russland nicht verpflichtet, einen anders lautenden Entscheid des internationalen Sportgerichtshofs zu erfüllen. Subkow behielt die Medaillen und erhält weiterhin die Rente. Andere russische Winterathleten von 2014 gingen den gleichen Weg. Nun liegt der Ball wieder beim Internationalen Olympische Komitee, das auch schon angekündigt hat, dass es die Rückgabe der russischen Medaillen verlangen wird. 

Hefti geht es nicht ums Geld, auch wenn er noch weitere Prämienzahlungen von Swiss Olympic erhalten würde, wenn er das Gold endlich in den Händen hielte. Beat Hefti lebt  mit seiner Frau und den drei Töchtern in Schwellbrunn. Er ist seit dem 1. Mai im Innovationsmanagement eines grossen Schweizer Unternehmens tätig. Zwei Büros nebenan in Bazenheid arbeitet sein Olympiakollege Baumann als Qualitätsprüfer.

 

 

Gäste der Sendung

Wirtschaft
Giorgio Behr
Sport
Beat Hefti
Crowdfundingprojekt
GETU, Geräteturnen Flaachtal

Crowdfunding Projekt: GETU, Geräteturnen Flaachtal

GETU Flaachtal (Geräteturnen) hat die grosse Ehre, die Schweiz an der Welt Gymnaestrada 2019 in Dornbirn vertreten zu dürfen. Zu einer erfolgreichen und begeisternden Turnshow gehört, nebst tollen turnerischen Fähigkeiten, natürlich auch ein schönes Gesamtbild mit peppigen "Turngwändli".  Dazu braucht der Verein dringend Unterstützung. Bitte helft mit, die neuen "Turngwändli" für diese 80 topmotivierten Turnerinnen zu finanzieren. 

Das GETU Flaachtal ist die grösste Zürcher Geräteriege und vereint Mädchen aus dem ganzen Zürcher Weinland. Der Verein bietet turnbegeisterten Mädchen vom Kindergarten- bis hin zum jungen Erwachsenenalter eine tolle Freizeitbeschäftigung an. Über die Jahre konnten sowohl im Einzelturnen als auch im Vereinsturnen zahlreiche Schweizer Meistertitel und Turnfestsiege gefeiert werden.

Die Welt Gymnaestrada ist der weltweit grösste Turnanlass im Breitensport und gilt als die Olympiade des Breitensports. Wie auch die Olympiade findet er nur alle vier Jahre statt und sorgt regelmässig für viel Begeisterung und Anerkennung. GETU Flaachtal ist Teil der Schweizer Delegation und darf somit die Schweiz in Dornbirn (A) an der Welt Gymnaestrada vertreten. Rund 80 turnbegeisterte Mädchen werden zusammen, mit einer perfekt aufeinander abgestimmten Turnshow, die Zuschauer begeistern.

Hier geht es zum Projekt: www.lokalhelden.ch/getu-flaachtal

 

 

 

 

www.lokalhelden.ch